Thundercat – ThunderWave
Hört euch „ThunderWave“ von Thundercat auf plusfm an, aus dem Album „Distracted„.
Plattenfirma : Brainfeeder
© 2026 Brainfeeder
Zerstreut – war das Thundercats Gemütszustand seit *It Is What It Is*, seinem letzten Album aus dem Jahr 2020? Angesichts der vielen Verpflichtungen, die der kalifornische Bassist in den letzten Jahren hatte – ein gefragter Freelancer für Kendrick Lamar, Kamasi Washington und Tyler, The Creator sowie zweifacher Grammy-Gewinner –, ist das verständlich. Doch es steckte mehr dahinter: Der 41-jährige Stephen Bruner, der dem Alkohol abgeschworen und mit dem Boxen begonnen hat, erklärt, dass er sich verändert habe, und dieses Album sei der erste Ausdruck dieser Veränderung.
Thundercat – ThunderWave
Ein Album, das sich wie eine Hommage an den entspannten kalifornischen Lebensstil anfühlt, mit hochkarätigen Gästen, die alle ganz im Sunshine-State-Vibe aufgehen, den Thundercat so gut kennt: Der New Yorker A$AP Rocky erstrahlt in Sonnenschein auf „Funny Friends“, Channel Tres entfaltet sein warmes Timbre auf „This Thing We Call Love“, während das Licht auf „She Knows Too Much“ mit der Stimme von Mac Miller, seinem 2018 verstorbenen Freund, mit dem er eine unvergleichliche kreative Partnerschaft verband, wie ihr legendäres Konzert hinter dem Tiny Desk beweist, aus einer anderen Dimension zu kommen scheint. Wir hören auch die Beach Boys auf „What Is Left to Say“ mit The Lemon Twigs, und Thundercat lässt den kalifornischen Soul im Stil von 5th Dimension in einer kosmischen Jazzversion auf „Pozole“ und „A.D.D. Through the Roof“ wieder aufleben. Ein Album, das man mitten im Stau laut aufdrehen sollte.
© Smaël Bouaici/Qobuz